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NM:MN Purpose Driven… die passende Organisations- / Lebensform für Jede:n?

Lassen Sie uns Antworten auf diese Frage finden, indem wir die Disziplinen drei bis fünf, die Franziska Fink & Michael Möller für Purpose Driven Organizations definiert haben, näher betrachten:

 

3. Disziplin: Ganzheitliche Partnerschaft

Gibt es Menschen, die sich in einer „Purpose Driven Organization“ ganz in ihrem Element & wie zu Hause fühlen und andere, die sagen: „Hier bin ich so ´was von fehl am Platz?“. Die Antwort ist ein klares JA.


In Purpose Driven Organizations wird Mitarbeitenden ein großer Freiraum zugestanden, was wiederum deren Einfluss & Entscheidungspouvoir stärkt. Die Organisationen legen daher sowohl im Recruiting aus auch bei der Besetzung von Rollen großen Wert auf einen „perfect match“. Ausschlaggebend sind dafür weniger die Fähigkeiten, Erfahrungen und das Know-How der Kandidat:innen sondern der Gleichklang von Person & Organisation auf der Werte-Ebene.

 

safety locks stacked one over the other
Gleichklang in Bezug auf Purpose, Werte, Vertrauen,... essentiell für jede Form von Partnerschaft

4. Disziplin: Superflexible Vertrauenskultur

Die Kultur einer Organisation lässt sich nicht direkt gestalten oder verändern. Sie entsteht und entwickelt sich im Lauf der Zeit – Einflussfaktoren sind u.a. die Gründungsgeschichte, in der Organisation getroffene Entscheidungen sowie Gewohnheiten und Trampelpfade, die sich im Alltag einspielen. Damit entsprechen Purpose Driven Organizations in vielem einer sogenannten „Super-Flexibility“ (Bahrami und Evans, 2010). In Kombination mit dem Aspekt „Vertrauen“ lässt sich eine „Superflexible Vertrauenskultur“ dann zB wie folgt beschreiben:

  • Superflexibilität … gleichzeitige Vorsorge für #Resilienz und für #agile Weiterentwicklung; vor dem Hintergrund der Überzeugung, dass es beides braucht, um sowohl langfristig zu überleben als auch erfolgreich den Purpose entfalten zu können.

  • Vertrauen … getragen von einem Menschenbild, das hohes Vertrauen in Personen für selbstverständlich hält; weshalb Purpose Driven Organizations für ein hohes Maß an Autonomie und Selbstorganisation sorgen und gleichzeitig Strukturen etablieren, die es ermöglichen, bei Bedarf ein hohes Maß an Erwartungsklarheit herzustellen.

Eine neue Kultur kann zwar nicht verordnet werden – es können jedoch entwicklungsfördernde Impulse gesetzt werden. So finden sich in Purpose Driven Organizations häufig folgende kulturelle Präferenzen:

Vertrauen vor Macht
Kooperation vor Wettbewerb
Lernen & Agilität vor Effizienz & Perfektion
Kreatives Erproben vor analytischer Planung
Augenhöhe vor Eltern-Kind-Beziehungen
Achtsamkeit vor sachlicher Distanziertheit

 

5. Disziplin: Co-Evolution im Ökosystem

Purpose Driven Organizations streben danach, mit ihrem „Sinn“ eine positive Wirkung auf ihr Umfeld zu erzielen. Gleichzeitig suchen und schaffen sie sich ein Umfeld, das diesen „Sinn“ unterstützt. #sharedpurpose

Der Aufbau und die Pflege von Ökosystemen ist daher eine wesentliche Disziplin in der Gestaltung von Purpose Driven Organizations. Ohne vertrauensvolle und enge Beziehungen können sich Ökosysteme und Zusammenarbeit nicht voll entfalten, Emotionale Intelligenz, die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in andere einzufühlen und Gewaltfreie Kommunikation sind dafür hilfreiche Kompetenzen und Mittel. Darüber hinaus ist es vor allem eine Frage der Haltung:

"Statt die Mitmenschen distanziert als ein Objekt, ein „Es“ zu betrachten, zu behandeln und zu benutzen, gehe es in jeder Begegnung und Beziehung um eine partnerschaftliche Haltung, die den Menschen mit seinem gesamten Wesen, seinen Werten, Talenten und Bedürfnissen einbezieht und mit ihm als ein „Du“ umgeht. Respektvoll, fürsorglich, neugierig und auf Augenhöhe.“ (Martin Buber).


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